Die Ortschaft Rast

Besonderheiten


    Meinen Geburtstag kennt man so genau noch nicht,
    Doch tausend Jahre bin ich wohl alt.
    Meine Taten rühmten kein Gedicht,
    Doch ich schuf Kultur am Bach, im Flur und Wald.
    An des Auenbaches halben Lauf ist mein Platz auf dieser Welt.
    Hier baut´ ich meine Heimat auf,
    Grüß´ Gott mein Rast und wem es hier gefällt.

    Gedicht über Rast - Verfasser unbekannt


1. Preis auf Kreisebene

Ein schönes Ereignis beehrte unser Dorf 1999. In diesem Jahr nahm Rast beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" auf Kreisebene teil und konnte den 1. Preis in Empfang nehmen.


Dörfertausch 1812

Am 28. März 1812 in Karlsruhe und am 12. Juni 1812 in Heidelberg, wird zwischen dem Großherzoglichen Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten und der Hochfürstlichen Hohenzollern-Sigmaringischen Gesandtschaft am Großherzog-Badischen Hof ein Hauptvertrag zwischen dem Großherzogtum und dem Hochfürstlichen Hause Hohenzollern-Sigmaringen wegen wechselseitiger Abtretung der Hoheitsrechte auf die Dörfer Ablach und Rast auf die Grundlage des Staatsvertrages von 1806 abgeschlossen. Damit wird Ablach endgültig hohenzollerisch und Rast badisch. Die Hohe Gerichtsbarkeit hatte das Haus Hohenzollern-Sigmaringen schon Jahrhunderte über Ablach inne.


Die Burg zu Rast

Die Zimmer´sche Chronik berichtet von einer Burg zu Rast, die ein Hans Wältin aus Zurzach 1469 an den Meßkircher Kaplan Heinrich Heckern verkaufte. Der Standort ist Heute aber unbekannt. Ob jedoch zwischen dieser Burg und der Falltorgasse (Fallen- oder Zugbrücke) sowie dem Hoföschle ein Zusammenhang besteht ist Vermutugssache.
Dagegen steht fest, dass ab 1238 bis 1468 ein Adelsgeschlecht, der Adeligen de Rast - später Adeligen von Rast - hier sesshaft war und im weiteren Umkreis wirkte und bekannt war.
In die weite Welt zerstreut, taucht der Familienname Rast heute noch mehrfach auf. So sind mindestens ein Dutzend Personen bekannt, die Ihren Familienname Rast auf diese Nachkommen und das Dorf Rast ableiten.


St. Othmarsbruderschaft

In der Pfarrei besteht eine St. Othmarsbruderschaft, die bis 1490 zurückreicht und die einzige dieser Art in der Erzdiözese Freiburg ist. Sie wurde von Abt Martin von Petershausen im Jahre 1490 in Rast errichtet und soll als Bruderschaft dem Nächsten im Gebet und Werk dienen, gemäß dem Vorbild des Hl. Othmar, der Abt von St. Gallen war. Der Hl. Othmar lebte bis zu seinem Tode am 16. November 759, in Verbannung in Werd am Rhein.


Ältestes Buch

Das älteste in Rast verwahrte Buch, ist ein Urbarium (heute Grundbuch) aus dem Jahre 1763. Die eigentümliche Beschreibung eines Grundstückes war die Benennung der Angrenzer, nach dem Stand der Sonne. Beispiel:
Das Grundstück grenzt bei Sonnenaufgang an das Grundstück des Herrn Maier; um die Mittagszeit an Herrn Müller, bei Sonnenuntergang an Herrn X und um Mitternacht an Herrn Y.
Eine weitere Eigentümlichkeit ist in einem Grundbuch die Benennung nach Hofnamen für jeden Grundstückseigentümer. Sie lauten z.B. der Franzose, der Engländer, der Russe, Italiener, Spanier usw.
Zudem sind die Jahresrechnungen ab dem Jahre 1813 in gebundener Form vorhanden.


Persönlichkeiten

Arnold Stadler, Schriftsteller, Essayist, Übersetzer und Georg-Büchner-Preisträger, wurde am 09.April 1954 geboren und ist in Rast aufgewachsen. Seit 1995 lebt er wieder überwiegend in Rast, neben dem Wendland.
Johann Martin Schleyer wirkte als Pfarrer zwischen 1867 bis 1875 in der Gemeinde. Er erfand um 1880 die Plansprache Volapük.
Weitere Details und Daten zur Geschichte von Rast unter der "Einweihung der neuen Orgel 1987"

www.haeuptle-rast.de