Familie Häuptle

Der Name Häuptle


Der Name „Häuptle“ findet sich fast ausschließlich nur im Gebiet zw. Donau und Bodensee; also im alemannischen Sprachraum.
Ein besonderer Schwerpunkt seines Vorkommens ist der Raum Rast-Messkirch.
Daß es heute in der Schweiz wieder zahlreiche Häuptle- Familien gibt, liegt allein daran, dass am 7. Juli 1892 eine Häuptle- Familie aus Rast (Fridolin Häuptle mit Ehefrau und ihren 6 Kindern, darunter ein Großvater) in die Schweiz ausgewandert ist.

Herkunft des Namens: Der Name „Häuptle“ kommt aller Wahrscheinlichkeit nach nicht, was ja nahe liegend wäre, vom Wort „Haupt“, sondern geht auf einen geographischen Begriff zurück und führt überraschenderweise in die Schweiz.
Dort ist der Name vor allem in St. Gallen und im Appenzell beurkundet. Im Staatsarchiv in St. Gallen ist schon 1405 (!) eine Familie „Häuptlin“ genannt, die den sogenannten „Häuptlisberg“, ein Gut oberhalb des Baches Leimat auf dem Rosenberg bei St. Gallen besaß.

Häuptlisberg: Häuptlisberg wurde ehemals der ganze östliche Teil des Rosenbergs bei St. Gallen genannt. (Hier fand 1405 das Gefecht der St. Galler Bürger gegen Herzog Friedrich 4. v. Österreich statt.) Weitere Personen mit dem Namen Häuptli (auch Höptli geschrieben) werden in den Büchern des Staatsarchiv St. Gallen genannt.

Zuletzt erschienen: Zuletzt erschienen ist der Name 1576 in einem Protokoll des Rates zu St. Gallen. Da wurden Gegenstände aufgeführt, die einem Haus Häuptle aus seinem Haus „ufem Berg“ (wohl Häuptlisberg) gestohlen wurden.
Von 1576 bis 1700 sind keine weiteren Eintragungen des Namens Häuptle bekannt.
In der Schweiz existiert der Name Häuptle, außer bei den Nachkommen des 1892 ausgewanderten Fridolin Häuptle, so gut wie nicht mehr.
1704 tauchte der Name Häuptle wieder im schwäbischen Leutkirch im Allgäu in einem Taufregister des dortigen Pfarrers auf. Vater und Pate des Täuflings werden als „vagi“ genannt, das heißt ohne festen Wohnsitz. Es handelt sich wohl, was auch mündliche Familienüberlieferung ist um ausgewanderte St. Galler „Häuptle“, die das Geschäft des Wurzengrabens zu Heilzwecken betrieben haben. Die Heilkräuter und Wurzeln wurden an das Kloster St. Gallen und an Apotheken geliefert.
Bei den Familien Häuptle in Schnerkingen und Rast abstammenden Personen wird der Name nach schwäbischer Mundart zuerst mit „ai“ statt mit “äu“ geschrieben. Erst im 19. Jahrhundert wird dann wieder aus „Haiptle“ „Häuptle“.

Aus dem Bericht eines Genealogen

www.haeuptle-rast.de